Die notwendigen Vorarbeiten
Das erste, was Sie hier lernen, ist die Tatsache, dass es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten gibt, WordPress zu installieren.
Auf der Website wordpress.com finden Sie eine kostenlose Blog-Plattform die von WordPress selbst gehostet wird. Wenn Sie diese Seite auswählen, um schnell und einfach einen Blog zu erstellen, können Sie nicht viel falsch machen. Ich rate jedoch davon ab und tendiere mehr zu der zweiten Lösung.
Die zweite Lösung besteht darin, WordPress auf Ihrem eigenen Webserver zu installieren. Das kann durchaus auch ein Shared-Hosting-Account sein, wie Sie ihn bei vielen großen Anbietern für ein paar Euro pro Monat bekommen können.
Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:
- der Webserver muss PHP-Befehle ausführen können
- es muss mindestens eine eigene Datenbank (MySQL) vorhanden sein
- es muss mindestens ein FTP Zugang vorhanden sein
Diese Voraussetzungen erfüllt heutzutage nahezu jeder Anbieter. Dennoch gibt es Unterschiede. Es gibt WordPress-freundliche Webhosting Angebote und WordPress-unfreundliche. Das hat mit den Einstellungen des Servers zu tun und führt hier zu weit.
Bei Hosteurope zum Beispiel ist es ziemlich schwierig, alles so einzustellen, das der Server wordpressfreundlich läuft. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit 1Blu gemacht. Deren Servereinstellungen kommen den Anforderungen von WordPress sehr entgegen.
ImNormallfall erhalten Sie bei einem Webhosting Account mindestens eine Domain dazu, die Sie sich frei aussuchen können, sofern sie noch frei ist.
Sie haben also schließlich einen Account bei einem Webhoster und eine Domain, die mit dem Account verknüpft ist, zum Beispiel www.mein-erster-Blog.de
Was Sie jetzt noch brauchen ist eine Möglichkeit, Dateien von Ihrem PC auf den Webserver zu übertragen. Dazu braucht man ein sogenanntes FTP-Programm. FTP steht für File-Transfer-Protocol. Ein durchaus empfehlenswertes nennt sich Filezilla und ist kostenlos erhältlich.
Sie müssen also nun folgendes auf Ihren PC downloaden:
WordPress in der aktuellen deutschsprachigen Version
Als erstes installieren Sie Filezilla. Nach der Installation müssen Sie in Filezilla die Zugangsdaten zu Ihrem FTP-Zugang eintragen und am besten auch dauerhaft speichern. Diese Zugangsdaten bestehen immer aus drei Teilen:
der FTP-Server
der Benutzername
das Passwort
Die ersten beiden Daten werden Ihnen in der Regel von Ihrem Webhoster vorgegeben. Das Passwort vergeben Sie selbst.
So sieht das dann in Filezilla aus:
Wenn Ihnen das zu kompliziert ist, dann kann ich Ihnen eine Alternative zu Filezilla empfehlen, die ich nicht nur für FTP-Übertragungen sondern für sämtliche Dateioperationen bereits seit vielen Jahren nutze. Das Programm nennt sich Total Commander und kann auch FTP.
Sie können es kostenlos downloaden.Das Programm ist Shareware, der Autor erwartet also, dass Sie einen Kaufpreis bezahlen, wenn das Programm Ihnen nach einer Testphase zusagt. Es läuft aber auch über diese Testphase hinaus.
In Total Commander sieht die Einstellung für das FTP so aus:

Die hier kenntlich gemachten 4 Einstellungen reichen in der Regel aus, um Verbindung zum FTP-Account aufzubauen. Wenn die Verbindung steht, sieht das in etwa so aus:
Die Installation von WordPress
Um WordPress installieren zu können, müssen Sie jetzt die WordPressdateien erstmal auf Ihren Webserver übertragen. Wie gesagt, mit Hilfe eines FTP-Programmes, siehe oben.
Sie müssen die WordPressdatei, die Sie runter geladen haben, zunächst entpacken, da es sich um eine gepackte Datei im ZIP-format handelt. Die Datei heißt “latest.zip”.
Ersparen Sie sich die jetzt eigentlich folgenden Bemühungen mit Windows Bortmitteln, nutzen Sie direkt den Total Commander. Sie brauchen in diesem nur auf der rechten Seite die ZIP-Datei zu lokalisieren und auf der linken Seite die Verbindung zu Ihrem FTP-Server herzustellen.
Doppelklicken Sie nun in der rechten Hälfte von Total Commander auf die ZIP-Datei und Sie sehen sofort den Inhalt derselben, nämlich einen Ordner namens WordPress. Doppelklicken Sie auf den Ordner und Sie sehen sämtliche Ordner und Dateien, aus denen WordPress besteht.
Markieren Sie nun alles auf der rechten Seite, indem Sie den Mauszeiger auf den 1. Eintrag setzen und dann bei gleichzeitig gedrückter Umschalttaste auf den letzten Eintrag klicken. Jetzt sollten alle Einträge auf der rechten Seite rot sein.
Klicken Sie nun unten in der F-Leiste auf den Button F5 oder drücken Sie die F5-Taste auf Ihrer Tastatur. Die Übertragung der Dateien beginnt dann. Um das Entpacken brauchen Sie sich übrigens nicht zu kümmern, das erledigt Total Commander ganz nebenbei für Sie.
Nach Abschluß der Übertragung sollten Sie auf der linken Seite von Total Commander, also auf dem Webserver die gleiche Struktur sehen, wie auf der rechten Seite.
WordPress installieren mit der berühmten “5-Minuten-Methode”
Nachdem all diese Vorarbeiten abgeschlossen sind, sollten Sie in Ihrem Internetbrowser mal testweise Ihre Domain aufrufen, also zum Beispiel “www.mein-erster-Blog.de”
Jetzt sollten Sie in Ihrem Browser folgendes Bild sehen:
Es geht um die Datei wp-config.php, in der wichtige Anweisungen für WordPress gespeichert werden und die jetzt erstellt werden soll, da noch nicht vorhanden. Die Erstellung dieser Datei kann WordPress mit Ihrer Hilfe durchführen, oder aber Sie erstellen die Datei von Hand. Wir lassen wenn möglich WordPress die Arbeit machen.
Klicken Sie daher jetzt bitte auf “Konfigurationsdatei erstellen”.
Sie sollten dann folgendes in Ihrem Bildschirm sehen:
Lesen Sie diese Informationen bitte sehr sorgfältig durch.
WordPress möchte nun Kontakt zu einer Datenbank aufnehmen, da es seine Informationen und alles, was Sie später in WordPress eingeben, in einer Datenbank speichert.
Bevor es also weitergehen kann, müssen Sie in Ihrem Webhosting-Account eine Datenbank anlegen und dann folgende 4 Informationen bereithalten:
- Name der Datenbank
- Benutzername der Datenbank
- Passwort der Datenbank
- Adresse des Datenbankservers
Ohne diese Informationen kann WordPress nicht installiert werden!
Idealerweise kopieren Sie diese Informationen aus dem Bildschirm bei Ihrem Webhoster in eine kleine Textdatei (reiner Texteditor!) und arbeiten im weiteren Verlauf mit der Copy-and-Paste Methode, um Eingabefehler zu vermeiden.
Wenn Sie alle 4 Informationen bereit haben, klicken Sie bitte auf den Button “…kann es jetzt losgehen!”
Im nun folgenden Bildschirm sehen Sie eine Seite mit insgesamt 5 Eingabefeldern und einem Button “Absenden”. Die Eingabefelder sind von WordPress bereits vorbelegt, um Ihnen zu zeigen, was wo eingetragen werden muss.
- Doppelklicken Sie in das erste Eingabefeld und drücken dann auf Ihrer Tastatur die Taste “Entfernen” oder “Delete”. Die Taste befindet sich direkt rechts neben der Return-Taste in dem kleinen Tastenblock.
- Geben Sie nun in das so freigemachte erste Eingabefeld den Namen Ihrer Datenbank ein.
- Doppelklicken Sie in das zweite Eingabefeld und drücken dann auf Ihrer Tastatur die Taste “Entfernen” oder “Delete”.
- Geben Sie nun in das so freigemachte zweite Eingabefeld den Namen des Benutzers der Datenbank ein.
- Doppelklicken Sie in das dritte Eingabefeld und drücken dann auf Ihrer Tastatur die Taste “Entfernen” oder “Delete”.
- Geben Sie nun in das so freigemachte dritte Eingabefeld das Passwort für diese Datenbank ein.
- Doppelklicken Sie in das vierte Eingabefeld und drücken dann auf Ihrer Tastatur die Taste “Entfernen” oder “Delete”.
- Geben Sie nun in das so freigemachte vierte Eingabefeld die MySQL-Serveradresse Ihres Datenbankservers ein.
Das Eingabefeld “Tabellen-Präfix” können Sie so belassen wie es ist, oder besser noch löschen, wenn Sie nur diese eine WordPressinstallation in dieser Datenbank vornehmen und keine anderen.
Prüfen Sie jetzt noch einmal Ihre Eingaben. Klicken Sie dann auf den Button “Absenden” und Sie sehen folgenden Bildschirm, wenn Sie alles richtig gemacht haben:
Klicken Sie auf “… starten wir die Installation!”
Dann sehen Sie einen Bildschirm mit wiederum 5 Eingabefeldern, die selbsterklärend sind.
Geben Sie einen Titel für Ihren Blog ein. Den können Sie später beliebig ändern
Geben Sie einen Benutzernamen für diese WordPressinstallation ein. Verwenden Sie möglichst nicht das bereits vorgegebene “admin”, sondern beispielsweise Ihren Vor-und Zunamen, aneinandergeschrieben, ohne Leerzeichen, ohne deutsche Umlaute.
Geben Sie nun ein Passwort ein, mit welchem Sie sich später in Ihr WordPress-System einloggen können. Verwenden Sie möglichst sichere Passwörter!
Achtung: Sie müssen sich dieses Passwort unbedingt merken. Schreiben Sie es auf oder besser, verwenden Sie einen Passwortmanager.
Im vorletzten Schritt der Installation geben Sie nun noch eine E-Mail Adresse von sich ein.
Prüfen Sie alle Eingaben noch einmal und klicken Sie dann auf “WordPress installieren”.
Wenn Sie alles richtig gemacht haben, belohnt WordPress Sie mit folgendem Bildschirminhalt:
Das war’s. Wenn Sie sich nun einloggen wollen, benötigen Sie das Passwort, welches Sie vorhin definiert haben.
Klicken Sie auf “Anmelden”. Geben Sie nun Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein und klicken Sie dann auf “Anmelden”. Wenn Sie ein Häkchen setzen bei “erinnere Dich an mich”, setzt WordPress ein Cookie in Ihrem PC. Ich empfehle, darauf zu verzichten.
Nach dem Klick auf den Anmeldebutton loggt WordPress Sie ein und Sie sehen zum ersten Mal den inneren Bereich von WordPress:
Die Installation von WordPress ist damit abgeschlossen!
Externe Anleitungen
- WordPress in 5 Minuten installieren
http://doku.wordpress-deutschland.org/5_Minuten_Installation
- 4-Schritte Installation von WordPress
http://www.blogprojekt.de/2009/07/23/blog-start/blog-start-schritt-4-installation-von-wordpress/
Installationsservice
Wenn alle Stricke reißen, übernehmen wir gerne die Installation für Sie, für einen Pauschalbetrag von 45 Euro. Bitte senden Sie uns eine E-Mail an folgende Adresse:
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